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DHT: Wie verursacht es erblich bedingten Haarausfall?

Donnerstag 24 November 2016

Alopecia Androgenetica, oder erblich bedingter Haarausfall, ist der häufigste Typ von Haarausfall. Im Falle von Alopecia Androgenetica spielt die Empfindlichkeit gegenüber DHT (Dihydrotestosteron) eine große Rolle. Man könnte sagen, dass DHT der größte Feind des Haares ist: Es lässt die Haarfollikel einschrumpfen, was dazu führt, dass stetig dünner werdende Haare aus ihnen wachsen.

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen tieferen Einblick in erblich bedingten Haarausfall und DHT.

Alopecia Androgenetica

Alopecia Androgenetica (AGA) ist die lateinische Bezeichnung für genetischen Haarausfall männlichen Typs. Obwohl diese Art von Haarausfall vor allem Männern zugeordnet wird, betrifft AGA sowohl Männer als auch Frauen.

Erblich bedingter Haarausfall bei Männern
Es wird geschätzt, dass rund 70 % aller Männer an AGA leiden werden. Bei Männern beginnt dies oft im Alter von 20 bis 40 Jahren, der Haarausfall kann jedoch auch bereits in Jugendjahren einsetzen. Er beginnt in der Regel mit zurückgehendem Haaransatz und schütterem Haar an der Krone und den Schläfen.

Erblich bedingter Haarausfall folgt in der Regel einem Muster, bei Männern wird dies außerdem durch die Norwood-Skala angezeigt.


Die Geschwindigkeit, mit welcher sich der Haarausfall entwickelt, unterscheidet je nach Person. In einem Fall kann es zum vollständigen Haarausfall innerhalb weniger Jahre kommen, in einem anderen kann es Jahrzehnte dauern.

Auch das Fortschreiten ist großen Schwankungen unterworfen. Einige Männer verlieren nur wenig Haar und es kommt lediglich zu einer Stirnglatze oder einer kahlen Stelle auf der Rückseite des Kopfes. In 7 % der Fälle entwickelt sich AGA bis in das am weitesten fortgeschrittene Stadium, bei dem nur ein Haarkranz (Norwood-Skala 7) übrig bleibt. Bei Männern, deren Haarausfall in jungen Jahren (vor 30) begonnen hat, ist es wahrscheinlicher, dass sich der Haarausfall bis in dieses Stadium entwickelt.

Erblich bedingter Haarausfall bei Frauen
Bei Frauen verläuft AGA in der Regel anders als bei Männern. Da der Begriff ‚Haarausfall vom männlichen Typ‘ verwirrend sein kann, wird der Begriff ‚Haarausfall vom weiblichen Typ‘ oft bei Frauen verwendet. Bei Frauen mit erblich bedingtem Haarausfall wird das Haar am Oberkopf zunehmend dünner. Der Haarausfall beginnt etwa beim Mittelscheitel und vergrößert sich stetig. Die Kopfhaut wird zunehmend durch das Haar sichtbar. Bei den meisten Frauen entwickeln sich keine kahlen Stellen. Die vordere Haarlinie bleibt in der Regel ebenfalls erhalten. Bei einem kleinen Prozentsatz der Frauen folgt der Haarausfall einem Muster, das dem männlichen Typ ähnelt.

Schätzungsweise 3–6 % aller Frauen jünger als 30 Jahre leiden an AGA. Bei Frauen älter als 70 Jahre sind es mindestens 33 % (1 von 3 Personen).

Für die Einschätzung des Grades des Haarausfalls bei Frauen wird die Savin- oder Ludwig-Skala verwendet.


Die häufigste Ursache von AGA: DHT
Untersuchungen bei Männern zeigen, dass Alopecia Androgenetica in praktisch allen Fällen das Ergebnis der Empfindlichkeit für das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) ist. Unter dem Einfluss von DHT verkleinern sich die Haarfollikel. Die Haarfollikel produzieren dadurch Haare, die dünner sind und weniger lang werden.

Bei Frauen spielt DHT ebenfalls eine große Rolle im Hinblick auf erblich bedingten Haarausfall, doch weitere Faktoren scheinen ebenfalls wichtig zu sein. Bis jetzt waren Studien nicht in der Lage, eine klare Antwort auf diese Frage zu geben. Aus diesem Grund ist es für eine Haarwachstumsbehandlung wichtig, sowohl DHT zu hemmen als auch das Haarwachstum zu stimulieren.

DHT und erblich bedingter Haarausfall

DHT ist ein männliches Hormon, das bei Männern und Frauen zu finden ist. DHT ähnelt Testosteron, aber es hat eine androgyne Wirkung, die dreimal so stark wie die von Testosteron ist.

DHT wird unter Einfluss des Enzyms 5-Alpha-Reduktase gebildet. Dieses Enzym ist verantwortlich für die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron. Es gibt zwei Arten dieses Enzyms: 5AR Typ 1 und 5AR Typ 2. Die Forschung hat gezeigt, dass Typ 2 vor allem in den Haarfollikeln vorkommt und es scheint, dass Typ 2 eine größere Rolle bei AGA spielt als Typ 1.

Haarausfall als Folge von DHT
DHT kommt bei jedem Menschen vor, doch bei Menschen mit AGA reagieren die Haarfollikel empfindlich auf DHT. DHT heftet sich an die Androgen-Rezeptoren der Haarfollikelzellen. Dies führt zu einer Störung bei der Funktionsweise der Haarfollikel. Wie es dazu kommt, dass dieses Anheften zu einer Störung führt, ist noch nicht abschließend geklärt.


Das Anheften von DHT an die Androgen-Rezeptoren sorgt für eine kürzere Wachstumsphase und eine Schrumpfung der Haarfollikelschafte. Schließlich sind die Haarfollikel so stark zusammengeschrumpft, dass nur ein winziges (für das bloße Auge unsichtbares) Vellushaar von ihnen produziert wird. Diesen Vorgang nennt man Miniaturisierung des Haars. Kurz gesagt: Jeder Haarzyklus endet mit dünnerem Haar. Es ist jedoch nicht so, dass das Haar vollständig verschwindet.

Bei Menschen mit einer Veranlagung für AGA ist es genetisch bedingt, dass nur die Haare am Oberkopf Androgen-Rezeptoren besitzen. Dies erklärt, warum es an den Seiten und der Rückseite des Kopfes zu keinem Haarausfall kommt.

DHT hemmen

Es sind verschiedene Mittel auf dem Markt verfügbar, die die Bildung von DHT durch die Verringerung der Produktion des Enzyms 5-Alfa-Reduktase hemmen. Finasterid und Dutasteride sind bekannte Medikamente, die hierbei verschrieben werden können.

Darüber hinaus gibt es viele natürliche Inhaltsstoffe wie Sägepalme, Ecklonia Cava und EGCG (Grüntee-Extrakt), die einen wissenschaftlich nachgewiesenen hemmenden Effekt auf DHT besitzen. Ketoconazol und Pirocton-Olamin, bekannte Zutaten gegen Schuppen und Ekzeme, stellen ebenfalls DHT-Hemmstoffe dar.

Neben dem Hemmen von DHT kann das Haarwachstum auch auf andere Weise stimuliert werden. Deshalb enthalten unsere Haarwuchstumsprodukte neben DHT-Hemmstoffen verschiedene Zutaten, die das Haarwachstum stimulieren. Beispielsweise durch das Verlängern der Wachstumsphase, sodass die Haare länger werden und mehr Haare zur gleichen Zeit wachsen. Darüber hinaus sind Inhaltsstoffe wichtig, die die Kopfhaut mit Nährstoffen versorgen, da Haarausfall von einer Entzündung der Kopfhaut und von seborrhoischen Ekzemen verursacht werden kann.

Welche Produkte sind am besten für Sie geeignet?

Vor dem Beginn einer Behandlung ist es wichtig zu wissen, an welchem Typ von Haarausfall Sie leiden. Wenn Sie sich über die Ursache unsicher sind (bei Frauen kann die Ursache weniger offensichtlich sein), konsultieren Sie bitte einen Arzt. Es ist außerdem wichtig zu bestimmen, in welchem Stadium sich Ihr Haarverlust befindet.

Sind Sie auf der Suche nach einem guten Shampoo, aber Sie sind nicht sicher, welches Shampoo am besten für Sie geeignet ist? Werfen Sie einen Blick auf den ausführlichen Vergleich unserer Shampoos gegen Haarausfall.

Lotionen bieten eine wirksame Behandlung direkt auf der Kopfhaut. In dieser Übersicht finden Sie alle Lotions gegen Haarausfall.

Mit einem Nahrungsergänzungsmittel versorgen Sie Ihren Körper mit den notwendigen Vitaminen und Mineralstoffen, um Ihr Haar gesund wachsen zu lassen. Darüber hinaus enthalten diese Ergänzungen verschiedene DHT-Hemmstoffe und (weitere) das Haarwuchstum stimulierende Inhaltsstoffe. Werfen Sie einen Blick auf den ausführlichen Vergleich unserer Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarverlust.

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