Medikament gegen

Medikament gegen "Alopecia areata" gefunden

Das Krankheitsbild Alopecia areata ist in der letzten Zeit in aller Munde. Nicht nur, weil Will Smith die Ehre und den guten Namen seiner Frau bei den Oscars schützen wollte, sondern auch – und vor allem – weil von der US Food and Drug Administration ein neues Medikament zugelassen wurde. Damit fällt vielen Betroffenen erstmal ein Stein vom Herzen, denn das Medikament ist eine große Hilfe für alle, die unter dieser stellenweise Kahlheit leiden.

Was ist Alopecia areata?

Das Wort Alopezie bedeutet Kahlheit. Alopecia areata bezieht sich dabei speziell auf den Zustand, bei dem sich der Haarausfall in Form von kahlen Stellen manifestiert. Diese kahlen Stellen sind oval oder rund, treten willkürlich auf und sind ungefähr so groß wie eine Münze. Die Stellen verändern sich stetig, sie kommen und gehen. Etwa 2 % der Menschen leiden zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben an Alopecia areata. In der Regel dauert es ein paar Monate bis hin zu einem Jahr, bis sie wieder verschwindet. In manchen Fällen kann die Kahlheit jedoch sogar jahrelang andauern und sich sogar mit der Zeit verschlimmern. Die kahlen Stellen treten bei der Krankheit nicht auf der Kopfhaut auf. Sie können auch am Rest des Körpers auftreten, beispielsweise im Bart oder im Brusthaar. Bei den meisten Menschen bildet sich Alopecia areata spontan zurück. Die Zahlen variieren von Quelle zu Quelle, aber nach Angaben der Alopecia Association erholt sich das Haarwachstum in 70 bis 80 Prozent der Fälle innerhalb weniger Monate bis zu einem Jahr. Die Dauer und die Form der Heilung können von Person zu Person unterschiedlich sein.

Bis heute ist noch nicht vollständig geklärt, was Alopecia areata verursacht. Man geht davon aus, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der das körpereigene Immunsystem durcheinander gerät und seine eigenen Zellen angreift. Im Falle der Alopecia areata werden die Haarfollikel angegriffen. Sie tritt daher häufiger bei Menschen auf, die bereits eine Autoimmunerkrankung haben. Vielleicht haben Sie auch schon einmal gehört, dass kahle Stellen durch Vitaminmangel oder Stress verursacht werden. Dies ist jedoch nicht bewiesen und eher unwahrscheinlich, sodass es nicht als Ursache für die Krankheit angesehen werden kann.

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Minoxidil Linn ist ein Arzneimittel, das das Haarwachstum anregt. Dieses Arzneimittel wurde nach langjähriger Forschung für die Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) zugelassen. Minoxidil 5% ist für Männer mit erblich bedingtem Haarausfall geeignet.

JAK-Inhibitoren verschaffen Linderung

Es liegt auf der Hand, dass Menschen, die von der Krankheit betroffen sind, ihre kahlen Stellen loswerden wollen. Einen vielversprechenden Ansatz bieten sogenannte JAK-Inhibitoren. Diese Medikamente werden derzeit für Menschen mit rheumatoider Arthritis verschrieben. Der Wirkstoff Baricitinib hemmt die Wirkung bestimmter Proteine (Januskinase, daher JAK), die Entzündungen bekämpfen. Forscher haben jetzt entdeckt, dass dieses Medikament das Signal unterdrückt, das einen Autoimmunangriff auslöst und damit auch gegen die Ursache von Alopecia areata vorgeht.

Bei diesem Medikament, auch bekannt als Olumiant, sieht man dementsprechend Potenzial für eine mögliche Linderung bei Alopecia areata. Es wurde in zwei Doppelblindstudien mit Patienten untersucht, die in den letzten sechs Monaten unter Alopecia areata gelitten hatten. Die Probanden in diesen Studien erhielten täglich 2 Milligramm Olumiant, 4 Milligramm Olumiant oder ein Placebo. Voraussetzung für den Erfolg in beiden Studien war, dass die Patienten in Woche 36 mindestens 80 % mehr Haare hatten in den zuvor kahlen Bereichen. Dies wurde bei 45 % der Probanden erreicht. Bei fast der Hälfte der Teilnehmer kehrte das Haarwachstum zurück.

Prozentsatz des gewünschten Ergebnisses bei den Probanden

Versuch 1 (AA-1) Versuch 2 (AA-2)
2 mg Olumiant 22 % 17 %
4 mg Olumiant 35 % 32 %
Placebo 5 % 3 %

Weitere Informationen über der Ergebnisse der FDA und der EMA finden Sie hier

Zulassung eines Medikaments gegen Alopecia areata

Aufgrund des Erfolgs dieser beiden Studien erteilten die amerikanische FDA und - was für uns noch wichtiger ist - die Europäische Arzneimittelagentur die Genehmigung, das Medikament Olumiant zur Behandlung von Alopecia areata zu verschreiben. Beide Institutionen haben nachgewiesen, dass das Medikament die Signale unterbricht, die bei Alopecia areata für den Haarausfall verantwortlich sind. Wichtig ist jedoch, dass die mit der Einnahme des Medikaments verbundenen Nebenwirkungen berücksichtigt werden. Dazu gehören Entzündungen der Atemwege, Streptokokken, Akne, Unterleibsschmerzen und Kopfschmerzen. Es wird daher empfohlen, das Medikament nur bei schwerer Alopecia areata zu verschreiben.

Die Zulassung von Olumiant bedeutet, dass auch Hausärzte das Medikament zur Behandlung von Alopecia areata verschreiben können und Patienten auf diese Art und Weise Linderung verschaffen können. Es ist rezeptpflichtig und nur in der Apotheke erhältlich.

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