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Die Wirkung von Pirocton-Olamin und Ketoconazol auf den Haarwuchs

Dienstag 22 Dezember 2015
Schuppen und Seborrhoische Dermatitis können zu Haarausfall und dünnem Haar führen. Man geht davon aus, dass Schuppen und Seborrhoische Dermatitis (Schuppen sind eine Form Seborrhoischer Dermatitis) von einem Hefepilz (Malassezia globose) verursacht werden. Dieser Pilz befällt vorrangig die Kopfhaut.

Meist vergehen die Beschwerden nicht von selbst, sondern bedürfen einer ständigen Behandlung. Ein bekanntes Mittel dafür sind Shampoos mit hohen Konzentrationen an Ketoconazolen. Mehrere Studien haben ergeben, dass diese Substanz den Haarwuchs effektiv anregt und auch gegen erblich bedingtem Haarausfall hilft.

Ketoconazol ist sehr bekannt, aber nicht der einzige nachgewiesene Anti-Schuppen Bestandteil in Shampoos, der den Haarwuchs stimuliert. Pirocton-Olamin hat eine ähnliche Wirkungsweise wie Ketoconazol. Pirocton-Olamin ist auch bekannt als ‘Octopirox‘.

Ketoconazol vs. Pirocton-Olamin

In einer Studie mit 150 Männern, die an erblich bedingtem Haarausfall und Schuppen litten, wurden Ketoconazol und Pirocton-Olamin miteinander verglichen*. Die übermäßige Ausscheidung von Sebum, Schuppen und Seborrhoische Dermatitis werden oft mit Haarausfall und erblich bedingtem Haarausfall in Verbindung gebracht. Die 150 Probanden erhielten ein Shampoo mit entweder 1% Ketoconazol oder 1% Pirocton-Olamin und sollten das Produkt über einen Zeitraum von 6 Monaten 2- bis 3-mal die Woche benutzen.

Beide Behandlungen führten zu einer Minderung des Juckreizes nach etwa 2-6 Wochen. Wenn wir die Wirkung der Behandlung auf verschiedene Haarwachstumswerte hin betrachten, stoßen wir auf folgende Zahlen:

  • Der Grad des Haarausfalls nimmt ab (Ketoconazol: -17,3%, Pirocton-Olamin: -16,5%)
  • Der Anteil an Haaren in der Wachstumsphase steigt (Ketoconazol: +4,9 %, Pirocton-Olamin: +7,9 %)
  • Die Haardicke nimmt zu; um 5,4% mit Ketoconazol und um 7,7% mit Pirocton-Olamin.

Somit zeigt die Studie, dass Pirocton-Olamin in mehreren Bereichen bessere Werte hervorbringt als Ketoconazol**:

  • Im Vergleich zu Ketoconazol, sorgt Pirocton-Olamin für eine höhere Anzahl an Haaren in der Wachstumsphase (Anagenphase); um mehr als 10% in 33% der Probanden.
  • Pirocton-Olamin führte bei 88% der Probanden zu dickerem Haar, trotz erblich bedingtem Haarausfall, im Gegensatz zu gerade mal 78% mit Ketoconazol.
  • Wenn man die Anzahl der Probanden betrachtet, die beträchtlich an Haardicke (mehr als 10%) dazugewonnen haben, dann waren nur 28% davon auf Ketoconazol zurückzuführen und an die 34% dank Pirocton-Olamin (10% dickeres Haar bedeutet, dass das Haar 20% an Gewicht gewinnt).

Shampoos gegen Schuppungen, die den Haarwuchs anregen

Die Resultate zeigen, dass sowohl Ketoconazol als auch Pirocton-Olamin einen positiven Effekt auf mehrere Aspekte des Haarwuchses haben. Sie haben beide einen ähnlichen Effekt auf Jucken und Schuppungen. Generell schneidet Pirocton-Olamin in Anbetracht des Haarwuchses besser ab.

Darum bevorzugt man den Gebrauch von 1 % Pirocton-Olamin, um das bestmögliche Resultat für den Haarwuchs zu erreichen.1 % Pirocton-Olamin befindet sich auch im Shampoo von Neofollics Hair Technology. Neben Pirocton-Olamin enthält das Shampoo jedoch noch weitere nachgewiesen effektive Inhaltstoffe, wie Ecklonia cava und Rasberry ketone.

 

* In dieser Studie wurde Zink-Pyrithion verwendet, welches wir angesichts der geringen Veränderungen in den Ergebnissen nicht weiter beachten werden.
** Mit der kleinen Anzahl an Probanden in dieser Studie, ist es nicht möglich deutliche Unterschiede zwischen Ketoconazol und Pirocton-Olamin statistisch zu erheben.

Literaturnachweis:

Pierard-Franchimont, C., Goffin, V., Henry, F., Uhoda, I., Braham, C., & Pierard, G.E. (2002). Nudging hair shedding by antidandruff shampoos. A comparison of 1% ketoconazole, 1% Piroctone olamine and 1% zinc pyrithione formulations. International Journal of Cosmetic Science, 2002, 24, 249-256.